Aufholjagd erfolgreich!
Tus Rheinland Dremmen - FC 08 Niederau 3:3 (1:0)
Mit der Bewertung von Spielergebnissen ist es oft nicht einfach. So auch für die Mannschaft und den Trainer des FC Niederau nach dem 3:3 (1:0) in Dremmen. Denn wenngleich die Gäste einen 0:3-Rückstand noch in ein Remis verwandelten, steht am Ende nur ein Punkt mehr auf dem Konto des Tabellenletzten. Auch deswegen war der Enthusiasmus beim FCN nach dem Spiel eher gedämpft. “Von einem ’gefühlten Sieg’ zu sprechen, wäre mir zu viel“, trat Coach Michael Servos unmittelbar nach dem Spiel auf die Euphoriebremse. Die Partie gegen die Aufsteiger aus Dremmen begann zunächst sehr zerfahren und war auf einem kleinen, schwer bespielbaren Aschenplatz mehr vom Kampf als von spielerischen Höchstleistungen geprägt. Ärgerlich für die Gäste, dass der Führungstreffer erst kurz vor dem Halbzeitpfiff fiel, als sich die Niederauer Defensive überrumpeln ließ und Eylmanns zum 1:0 einnetzen konnte (41.). Nach dem Seitenwechsel gelang es den Hausherren sogar innerhalb weniger Minuten (46., 52.) den Vorsprung auf 3:0 auszubauen: Rapp konnte sich dank “schülerhaftem Abwehrverhalten“ (Servos) des FCN als zweifacher Torschütze auszeichnen. Ein individueller Fehler (Dremmens Keeper spielte Briem in der 58. Minute den Ball in die Füße, der sich mit dem 3:1 bedankte) führte Niederau schneller als erhofft zurück in die Erfolgsspur. Denn nun konnten die Gäste auch spielerisch zulegen und brachten sich mit einem sehenswerten Spielzug über Celik, Briem und Torschütze Fuhs auf Schlagdistanz zum Ausgleich (63.). Wenngleich die Heimelf immer wieder gefährlich auf Konter lauerte, drängte der FCN nun auf das 3.3: Zunächst vergaben Aksoy (in seinem ersten Pflichtspiel für den FCN) sowie Dynowski noch gute Möglichkeiten, schließlich konnte Fuhs nach erneut sehenswertem Spielzug über Gültekin und Celik zum 3:3 egalisieren. “Was wir mitnehmen, ist vor allem, dass die Mannschaft eine enorme Moral gezeigt hat“, resümierte Servos. (dg)
Niederau: Nikuliszyn - Oepen, Hollenberg, Lennartz (67. Aksoy), Broichmann (45. Jopek), M. Dynowski, Briem, Ürlichs (75. Zander), Celik, Gültekin, Fuhs